Den richtigen Ton finden

«Einen Raum mit wenig Tageslicht wertet man nicht auf, indem man ihn einfach weiss streicht», sagt die Expertin. Erfahren Sie mehr zum Thema Farben, Materialien und Herbsttrends – und wie aus einer Wohnung ein Lebensraum mit Qualität werden kann.

Wenn die Sonne tief steht und das warme Licht alles vergoldet, wenn die Tage kürzer werden und die Welt sich einzurollen beginnt, dann ist der Herbst in seiner ganzen Farbenpracht da.
Doch nicht nur draussen, auch drin spielen Farben eine wichtige Rolle – besonderes Augenmerk sollte auf dem Badezimmer liegen, denn dort ist der Wohlfühlfaktor ebenso gross wie anderswo. Der Spielraum unserer Palette ist gross: fünf Stilwelten von Richner unterstützen Sie dabei, Ihren persönlichen Stil zu finden. Das sinnliche Badezimmer beispielsweise wirkt sanft und verführerisch, verbindet geschwungene Elemente mit warmen Farbtönen.


Die fünf Stilwelten fürs Badezimmer: Puristisch, Kreativ, Klassisch, Sinnlich und Harmonisch. Hier ein Beispiel für das Bad "Harmonious": better-living.ch/room.

Der generelle Interior-Trend zeigt, passend zur kommenden Herbstzeit, in Richtung Schlichtheit und Natürlichkeit. Klare Formen, schöne Texturen, unifarbene Stoffe und Fronten sowie wertige Oberflächen, vorwiegend aus Holz, Stein oder anderen natürlichen, warmen Materialien. Weniger Möbel, weniger Dekoration und Besitz – dafür mehr Raum für uns. Das bedeutet, mehr Zeit für die wesentlichen Dinge zu haben.

Dieser Trend beinhaltet auch, bewusst Wert auf die Auswahl und Qualität der Einrichtung. zu legen. Materialien wie Leder, Leinen, Felle, Korbgeflecht und Holz sind perfekte Begleiter und spenden die wohlige Wärme in kälteren Monaten. Mit wenigen Farbtupfern und sorgfältig gewählten Materialien und Objekten werden die ohnehin schon schönen Herbstmonate zum dezenten Highlight 


Weniger Möbel, weniger Dekoration und Besitz – dafür mehr Raum für uns. Bodenbeläge aus Holz schenken jedem Raum eine warme Ausstrahlung.

Wer zwar durchaus auf Holz steht, unter den Füssen aber doch gerne einen weichen Untergrund hat, kann zum Beispiel in einen fair produzierten, hochwertigen Teppich aus dem Atlasgebirge Marokkos investieren: Ait Selma verbindet exquisites Schweizer Design mit der handwerklichen Fertigkeit von südmarokkanischen Berber-Frauen. Dabei entstehen edle Teppich-Unikate, die ein Leben lang Freude bereiten.


Ein Teppich entsteht: Die edlen Unikate werden aus natürlichen Rohstoffen gefärbt und hergestellt.

Und wie lässt sich mit der richtigen Farbe ein Raum aufwerten oder ganz neu erfinden?
Stefanie Wettstein, Co-Leiterin Haus der Farbe in Zürich, verrät unter anderem, wie.
(Interview-Auszug aus better living No. 2/17).

Frau Wettstein, was beinhaltet ein Farbkonzept?
Am Anfang steht immer die Analyse: Die Bedürfnisse seitens Bauherren werden auf- genommen und die Räumlichkeiten, die verändert werden sollen, definiert. Aufgrund dieser beiden Punkte entwickelt die Farbgestalterin eine Gestaltungsidee und daraus ein Konzept, welches sie mit der Bauherrschaft bespricht. Es geht also zuerst darum, was man aus den vorhandenen Raumsituationen machen möchte, und erst darauf folgt die Auswahl der Farbtöne. Danach fertigt die Farbgestalterin gemeinsam mit dem Maler Muster an, um der Bauherrschaft die räumliche Umsetzung klarer vor Augen zu führen. Auch die Begleitung der Ausführungsarbeiten gehört zu ihren Aufgaben.

Welchen Tipp haben Sie für ein Zimmer, das kein oder nur wenig Tageslicht hat?

Einen Raum mit wenig Tageslicht wertet man nicht auf, indem man ihn einfach weiss streicht. Es geht darum, seine Qualität herauszuschälen. Machen Sie aus ihm eine Schatulle. Mit dunklen Tönen und vielleicht etwas Glanz, welches mit dem raren Tageslicht spielt und es reflektiert.

Wie sieht es bei Bad und Küche aus – worauf gilt es bei diesen Räumen zu achten?

Die farbliche Ausgestaltung dieser Räume hängt von ihrer Grösse und Ausrichtung ab. Aus dem eher nüchternen Bad schafft man mit warmen Farben einen behaglichen Raum. Wichtig ist, dass der Stil konsequent durchgezogen wird, und dazu gehört auch die Möblierung: in ein behagliches Bad gehören 

Möbel aus Holz und in ein puristisches eher solche aus Keramik.

In der Küche sollten keine Farben aufgetragen werden, die an Zutaten erinnern, die aus dem Kühlschrank kommen. Es sollten klar definierte Farben sein, mit deren Einsatz eine bestimmte Wirkung erzielt werden soll. 

Stefanie Wettstein, Co-Leiterin Haus der Farbe in Zürich.

Vielleicht haben Sie bereits Lust bekommen auf einen frischen Anstrich, auf neue Böden oder Materialien, die aus ihrem Daheim eine warme Wohnoase machen. Bei uns finden Sie bestimmt den richtigen Ton. 

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