Die Fifties: Fortschritte im Klo!

Der Mensch verbringt ungefähr drei Jahre seines Lebens... auf dem Klo. Studien haben ergeben, dass man etwa sieben Mal pro Tag das «stille Örtchen» aufsucht. Heute mag die Toilette für uns vielleicht eine Selbstverständlichkeit sein, aber dem war nicht immer so. Spektakuläre Fortschritte in dieser Hinsicht wurden in den Fünfzigerjahren gemacht: Begleiten Sie uns auf eine kleine Reise durch die Zeit und erfahren Sie, wie aus dem Häuschen in der hintersten Gartenecke das heutige Designobjekt wurde.

In den Fünfzigerjahren war lediglich ein Viertel aller Häuser mit einem kompletten Badezimmer ausgestattet. Zu dieser Zeit war es noch üblich, das Klosett mit Nachbarn zu teilen und zum Waschen öffentliche Bäder aufzusuchen. Die Revolution war aber bereits im Gange, und sie hatte ihren Ursprung in der Schweiz: Im Jahr 1956 erfand Hans Maurer das mit einer Handbrause ausgestattete Dusch-WC, das später in Japan für Furore sorgte. 1963 entwickelte die Firma Keramik Laufen das erste wandhängende WC.

Anlaufschwierigkeiten

 

Die Toilette wurde an und für sich nicht im 20. Jahrhundert erfunden. Der Zusammenhang zwischen Hygiene und der Entsorgung von Abwasser war aber zu diesem Zeitpunkt insbesondere dank der Arbeit des französischen Chemikers und Mikrobiologen Louis Pasteur bestens bekannt. Bereits im 16. Jahrhundert hatte der englische Dichter Sir John Harrington für seine berühmte Tante Elisabeth I. eine Toilette entworfen, welche diese dann übrigens auch bei sich einbauen liess. Seine Zeitgenossen machten sich jedoch über ihn lustig und seine Erfindung geriet in Vergessenheit. Während langer Zeit bestand die Toilette aus einer Art Sitz über einem Nachttopf mit Deckel und liess sich beliebig verschieben. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann man, Toiletten aus Keramik herzustellen, was ein beachtlicher Fortschritt war, da es sich dabei um ein hygienisches, leicht zu reinigendes und für die industrielle Produktion geeignetes Material handelt.

Durchbruch in den Fünfzigern und Sechzigern

 

Das abgebildete Bad wurde detailgetreu und ganz dem Stil der Fünfzigerjahre entsprechend renoviert. Wenn man zu den Glücklichen gehörte, die überhaupt ein Bad hatten, war es auch damals schon komplett mit den gleichen sanitären Anlagen ausgestattet wie heute, wobei sich diese natürlich in Sachen Qualität der Anlagen, Komfort und Wartungsfreundlichkeit erheblich von den heutigen unterscheiden.

Im Jahr 1957 probierte Hans Maurer in aller Diskretion das erste mit einer Handbrause ausgestattete Dusch-WC aus. Davor hatte er zu seiner Frau gesagt: «Wenn wir so weiter machen, fliegen wir bald zum Mond, aber wir tun es in dreckigen Unterhosen.» Seine Erfindung war ein Erfolg und wurde ab 1961 in Serie produziert. Ungefähr zur selben Zeit, im Jahr 1963, entwickelte die Schweizer Firma Keramik Laufen, führende Herstellerin innovativer Sanitärprodukte, das erste wandhängende WC. Diese Installation hatte den Vorteil, dass die gesamten Rohrleitungen unsichtbar waren. Es handelte sich also um ein Modell mit einem viel stylisheren, edleren und raffinierteren Design, das nicht nur elegant, sondern auch noch platzsparend war: Unter der WC-Schüssel wurde Raum geschaffen und dort, wo die Armaturen eingebaut waren, konnten Dinge verstaut werden. Zudem war es damit viel einfacher, die Toilette wie auch den Boden zu reinigen.

Zukunftsträchtige Innovationskultur
Die Firma Keramik Laufen ruhte sich gewiss nicht auf ihren Lorbeeren aus. Es folgte eine Innovation auf die andere. Heute zeichnen sich die LAUFEN-Toiletten sowohl durch ihr Design als auch ihre Umweltfreundlichkeit aus, zum Beispiel mit Modellen wie dem HIJET WC. Leistungstests haben gezeigt, dass dieses effiziente, hochwertige WC auch zukünftige Standards erfüllen kann. Wenn das Kanalisationssystem entsprechend ausgestattet ist, erzielt das Modell beim Spülen ausgezeichnete Ergebnisse mit gerade mal 2-3 Litern Wasser. Für diese neuartige Spülung hat LAUFEN übrigens ein Patent beantragt. Die Herstellung von Toiletten ist und bleibt eine hohe Kunst: Keramik ist dabei weiterhin ein unentbehrliches Material. Zudem handelt es sich bei WCs um jenen Sanitärgegenstand, der aufgrund seiner komplexen Geometrie und seiner Formen am schwierigsten herzustellen ist. Die Anfertigung von Toiletten erfordert also weiterhin viel Handarbeit und langjährige Erfahrung, aber gleichzeitig auch eine gute Portion Kreativität und Intuition.

Haben Sie nach diesem kleinen Abstecher in die Welt der Toiletten Lust bekommen, mehr über die Fünfzigerjahre, schöne Bäder und das Design der Fifties zu erfahren? Das trifft sich gut, denn auf better-living.ch ist der ganze Mai dieser Kultepoche gewidmet. Machen Sie sich also auf die Reise im überwältigenden Facel Vega, einem französischen Luxusauto der Fünfziger, lesen Sie die Leadstory zum Thema Design und bewundern Sie ausgewählte Trendprodukte in unserem Schaufenster. Wir haben eine Auswahl zusammengestellt, die Ihnen gefallen wird!

Herzlich,

Anna Décosterd

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