Leben auf kleinem Fuss

Leben auf kleinem Fuss ist auf dem Vormarsch und passt wunderbar zum allgemeinen Bemühen um mehr Nachhaltigkeit. Doch wie lebt es sich im Minihaus tatsächlich? Wir haben anlässlich des einjährigen Bestehens des Vereins Kleinwohnformen nachgefragt.

Am Anfang steht das grosse Reduzieren: Bevor Alesch Wenger, Medien- und Energieverantwortlicher des Vereins Kleinwohnformen, sein Leben zusammen mit seiner Partnerin Florentina Gojani zu Testzwecken auf 15 Quadratmeter verlegte, mistete er sein Hab und Gut gründlich aus. So lange, bis die Wohnung respektive das WG-Zimmer plötzlich leer wurden. Marie Kondo für Fortgeschrittene, quasi. Ein Unterfangen, das sich am einfachsten per Umzug angehen lasse, so Wengers Fazit. «Wenn man fürs Einpacken jede Sache in die Hand nehmen muss, merkt man erst, was sich über die Jahre alles angesammelt hat.»

 

Inzwischen testen Wenger und Gojani seit Oktober 2018 das Leben im eigens entwickelten fahrbaren Minihaus. Von den 15 Quadratmetern fallen 12 auf die Wohn- und Arbeitsfläche, die restlichen drei beheimaten Estrich, Keller, Haustechnik, Werkstatt und Reduit. Strom produzieren sie solar, fürs Heizen, Kochen, Kühlen und Warmwasser nutzen sie Gas, wobei das Wassersystem mithilfe eines Tanks funktioniert, der wahlweise manuell gefüllt oder fix angeschlossen werden kann. Fenster und Türen wiederum öffnen sich gegen aussen, so dass der Innenraum optimal ausgenutzt wird. Die Zahlen nach dem ersten Testjahr sprechen für sich: «Unsere Fixkosten haben sich um zwei Drittel reduziert, den Primärenergieverbrauch konnten wir laut 2000-Watt-Rechner um 90 Prozent senken und Frischwasser benötigen wir statt wie früher rund 2000 Liter pro Woche noch etwa deren 200.» Allesamt Einsparungen, die neben Umwelt und Portemonnaie auch der Alltagsgestaltung entgegen kommen. «Weniger Ausgaben heisst weniger Geldbedarf heisst weniger Arbeitszeit. Dieses Plus an freier Zeit ist unser wertvollstes Gut», so Alesch Wenger.

 

Noch sind Alesch Wenger und Florentina Gojani mit ihrem Leben im Mini-Zuhause eine Randerscheinung. Die Gründe dafür dürften mehrheitlich rechtlicher Natur sein. Es besteht weder eine einheitliche Bewilligungspraxis noch juristische Anerkennung als Wohnform, was jedes Projekt zum aufwendigen Einzelfall macht. Im Bestreben, ebendies in absehbarer Zeit zu ändern, wurde im April 2018 der Verein Kleinwohnformen gegründet. Dahinter stehen einerseits Privatpersonen, die bereits so wohnen oder in absehbarer Zeit wohnen wollen, andererseits bestehende Vereinigungen einzelner Kleinwohnformen sowie Unternehmen, die sich dafür engagieren. Ziel ist es, die verschiedenen Konzepte bekannt zu machen und als anerkannte Wohnform zu etablieren und gesetzlich zu verankern. Hat man nämlich die juristischen Hürden einmal genommen, sind die Optionen ebenso vielfältig wie beim konventionellen Hausbau. Zirkuswagen, Baumhaus, Wohncontainer, Modulhaus, Hausboot und Mikrowohnung sind nur einige der Möglichkeiten, die sich unter dem Begriff Kleinwohnformen eröffnen. Verbindendes Merkmal ist eine Gesamtfläche, die 40 Quadratmeter in der Regel nicht überschreitet.

Dass die räumliche Verkleinerung kein Minus an Komfort bedeutet, zeigen die vielseitigen Bad- und Küchenlösungen für redimensionierte Räume. Im Bad etwa weisen helle Farben, grosszügig geschnittene Fliesen, Hoch- statt Unterbauten, multifunktionaler Stauraum, hinterleuchtete Spiegel und smarte 2-in-1-Produkte den Weg zum Spa-Gefühl auf wenigen Quadratmetern und machen das Bad ungeachtet der Grösse zum Ort der Ruhe und Entspannung. Auch Duschen, Badewannen und Waschtische passen sich dank vielfältigen Massoptionen mühelos dem vorhandenen Platz an. Der Griff zu hellen Farben empfiehlt sich auch in der Küche. Sie helfen schmalen Räumen optisch auf die Sprünge und wirken freundlich, ganz gleich, wie knapp der Raum bemessen ist. Für Stauraum sorgen neben Bodenmodulen überdies hängende Lösungen.

Die entsprechenden Produkte finden Sie in unseren Katalogen, Inspiration und Adressen rund um das Leben im tiny House unter www.kleinwohnformen.ch.

Newsletter abonnieren

Gehören Sie zu den Ersten, die von den neusten Wohntrends und Einrichtungstipps erfahren.

Hier klicken

Persönliche Beratung

Reservieren Sie Ihr ganz persönliches Beratungsgespräch in einer unserer 25 Standorten. Dank unseres dichten Ausstellungsnetzes finden Sie uns schweizweit immer in Ihrer Nähe.

Hier klicken

Weitere Deko-Artikel

Deko

Kaldewei: Perfect Farb-Match am Waschtisch

Deko

Geberit: Dezente Formen – maximale Funktion

Deko

Das Ticket zum individuellen Bad

Deko

Geberit: Das WC als Schmuckstück

Deko

Kaldewei: Bodenebene Duschen für alle

Deko

Geberit: Design und Funktion Hand in Hand

Deko

Knief: Im Badewannen-Paradies

Deko

Duscholux: Farbe für die Dusche

Weitere Inhalte, die Sie interessieren könnten

Unsere besten Wohnräume

Wir haben unsere besten virtuellen Wohnräume für Sie zusammengestellt.

Jetzt entdecken

3D-Planer

Im Handumdrehen eigene 3D-Räume erstellen – so einfach funktioniert's.

Jetzt entdecken

Unsere Artikel in der Übersicht

Lassen Sie sich von unseren Artikeln für Ihre nächstes Projekt inspirieren.

Jetzt entdecken

Über better-living

Kreative Inspiration für Ihre Innenraumgestaltung und Infos zu den neuesten Trends des modernen Wohnens.

Jetzt entdecken